Bella Musica Mozarteum:

Musik als europäische Sprache des Friedens

Das Ensemble Bella Musica Mozarteum hat seine Italien-Tournee 2026 am 10. September in Padua mit großem Erfolg abgeschlossen. Die jungen Musikerinnen und Musiker des Pre-College der Universität Mozarteum Salzburg reisten auf Mozarts Spuren durch Italien und verbanden künstlerische Exzellenz, historische Musikkultur, internationale Begegnung und soziales Engagement.

Die Tournee führte von Siena, Lucca und Arezzo über Rom und den Vatikan nach Florenz, Cremona, Mailand und Padua. Rund 40 Presseartikel, Medienberichte, Veranstaltungsankündigungen und internationale Online-Veröffentlichungen begleiteten dasProjekt. Besonders große Reichweite erzielte die Berichterstattung von Vatican News in zahlreichen Sprachversionen sowie in österreichischen und italienischen Medien.

Ein besonderer Tag im Vatikan

Der Höhepunkt der Tournee fand am 2. September im Vatikan statt. Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz gestaltete Bella Musica Mozarteum den Einzug von Papst Leo XIV. mit Mozarts Kleiner Nachtmusik. Dabei erklang die originale Dalla-Costa-Violine vor rund 15.000 Pilgerinnen, Pilgern und Gästen.

Nach der Audienz kam es zu einer persönlichen Begegnung des Ensembles mit dem Heiligen Vater. Es wurde dem Papst Leo XIV. die Costa-Violine vorgestellt und die Pre-College-Studierende und Mitglied des Ensemble Bella Muscia Mozarteum Bernadette Pihusch brachten ihm ein kleines musikalisches Ständchen auf der Costa-Violine dar. Als besonders berührende Geste nahm Papst Leo XIV. das historische Instrument, auf dem Mozart selbst gespielt hatte, persönlich in die Hand.

Am Nachmittag desselben Tages nahm Bella Musica Mozarteum im historischen Saal Assunta von Radio Vatikan in den Vatikanischen Gärten ein Konzertprogramm auf. Die Sendung wurde am 12. September, um 22:00 Uhr in der Sendung Scrigno musicale bei Radio Vatikan ausgestrahlt. Ab Mitte September steht die Aufnahme den Partnern der European Broadcasting Union zur Verfügung und kann damit ein europaweites Publikum erreichen.

Mozart-Violinen als Brücke

Im Mittelpunkt der Tournee standen zwei außergewöhnliche Instrumente aus dem persönlichen Besitz Wolfgang Amadé Mozarts: seine Kindheitsgeige und die Dalla-Costa-Violine, Mozarts Konzertvioline aus der Wiener Zeit. Ihre erstmalige Präsentation in Rom machte Mozarts Klangwelt an historischen Orten seiner italienischen Biografie unmittelbar hörbar und wurde zu einem Zeichen europäischer Kulturverbundenheit.

„Im 270. Jubiläumsjahr Wolfgang Amadé Mozarts ist es uns ein besonderes Anliegen, sein musikalisches Erbe weit über Salzburg hinaus sichtbar und wirksam zu machen. Die erstmalige Präsentation zweier Originalviolinen aus Mozarts Besitz in Rom war ein starkes Zeichen europäischer Kulturverbundenheit.“ Johannes Honsig-Erlenburg, Präsident der Internationalen Stiftung Mozarteum.

„Die Bella-Musica-Tournee 2026 und insbesondere das Konzert im Vatikan mit den originalen Mozart-Violinen ermöglichten eine außergewöhnlich direkte Annäherung an Mozarts Klangwelt. Damit setzte das Ensemble ein eindrucksvolles künstlerisches Zeichen und führte eine Tradition fort, die Mozart selbst mit seinem Auftritt im Vatikan im Jahr 1770 begründet hat.“ Linus Klumpner, CEO der Stiftung Mozarteum und Direktor der Salzburger Mozart-Museen.

Festivalkonzerte und Partnerschaften

Auf der Tournee war Bella Musica Mozarteum auch bei bedeutenden internationalen Festivals zu hören: beim Chigiana International Festival & Summer Academy in Siena, beim Cremona Summer Festival im Auditorium Giovanni Arvedi des Museo del Violino sowie im voll besetzten Sala Accademica des Conservatorio Santa Cecilia Roma. Der Auftritt in Cremona war bereits die dritte Einladung des Ensembles in Folge; das Konzert wurde mit großem Beifall aufgenommen. Die Kooperation mit dem Conservatorio Luigi Boccherini Lucca und dem Teatro del Giglio Giacomo Puccini wurde ebenfalls fortgeführt.

Ein wesentlicher Partner der Tournee war das europäische Netzwerk Europäische Mozartwege unter der Leitung seiner Präsidentin Maria Majno. Das Netzwerk begleitete Bella Musica Mozarteum maßgeblich und eröffnete dem Ensemble wertvolle Konzert- und Begegnungsmöglichkeiten an wichtigen Orten auf Mozarts Spuren.

Als Junge Botschafterinnen und Botschafter der Europäischen Mozartwege tragen die Mitglieder von Bella Musica die Idee eines lebendigen europäischen Kulturerbes weiter. Die Zusammenarbeit verbindet geschichtsträchtige Orte mit neuen Begegnungen zwischen jungen Menschen, Kulturinstitutionen, Publikum und lokalen Partnern.

Rotary Ambassadors für Verständigung

Bella Musica Mozarteum ist seit 2025 als Rotary Ambassador ausgezeichnet. Das Ensemble versteht diese Würdigung als Auftrag, junge Menschen durch Musik miteinander zu verbinden und kulturelle Verständigung sozial erlebbar zu machen. Der Rotary Distrikt 1920 würdigte Bella Musica damit als musikalischen Botschafter für Menschlichkeit, Freundschaft und internationale Zusammenarbeit.

Ein sichtbares Zeichen dafür war das Konzert im Hospiz Pia Casa in Lucca. Hier stand nicht die große Bühne, sondern die unmittelbare menschliche Begegnung im Mittelpunkt. Auch in Rom wurde der rotarische Gedanke der Völkerverständigung gelebt: Vertreterinnen und Vertreter der Rotary Clubs Roma International, Roma Sud und des Rotary Clubs Salzburg-Altstadt kamen zu einem intensiven Austausch zusammen.

„Als Rotary Ambassadors verstehen wir Musik als Sprache der Begegnung. Wenn junge Menschen aus vielen Ländern gemeinsam proben, reisen und musizieren, erfahren sie, dass Unterschiede keine Grenzen sein müssen. Dass diese Tournee künstlerisch, menschlich und medial so außergewöhnlich gelungen ist, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Bella Musica ist für mich auch ein friedensstiftendes Projekt: Musik schafft Zuhören, Respekt, Freundschaft und Vertrauen.“ Stefan David Hummel, Künstlerischer Leiter von Bella Musica Mozarteum.

Bildung, Vielfalt und Dank

Bella Musica verbindet künstlerische Förderung mit einem klaren Bildungsauftrag. 2026 musizieren im Ensemble junge Menschen im Alter von 10 bis 22 Jahren mit Wurzeln in Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Ungarn, Thailand, China, Korea und dem Iran. Die gemeinsame Arbeit fördert neben musikalischer Qualität auch Teamfähigkeit, Selbstorganisation, kommunikative Sensibilität und Verantwortung. Die Aufnahme in den Atlas der guten Lehre 2026 des österreichischen Bundesministeriums bestätigt diesen Ansatz.

„Vielfalt ist an der Universität Mozarteum keine abstrakte Idee, sondern gelebte Praxis. Im Ensemble Bella Musica entstehen durch das gemeinsame Musizieren Räume des Zuhörens, des Verstehens und der Verantwortung. So wird erfahrbar, wie Musik Menschen verbindet und ein offenes, friedliches und menschliches Miteinander möglich macht.“ Constanze Wimmer, Rektorin der Universität Mozarteum Salzburg.

„Bella Musica steht beispielhaft für den Bildungsauftrag der Universität Mozarteum Salzburg: Künstlerisches Können verbindet sich mit gelebter pädagogischer Verantwortung. Neben musikalischer Qualität entstehen im gemeinsamen Probenprozess Teamfähigkeit, Selbstorganisation und kommunikative Sensibilität.“ Helmut Schaumberger, Vizerektor für Studium und Lehre, Universität Mozarteum Salzburg.

Das Ensemble dankt allen privaten Förderinnen und Förderern, Stiftungen, Institutionen und Kooperationspartnern, die dieses europäische Kultur-, Bildungs- und Friedensprojekt ermöglicht haben. Ein besonders herzlicher Dank gilt der Internationalen Stiftung Mozarteum. Dass sie dem jungen Ensemble die Kindheitsgeige und die Dalla-Costa-Violine aus Mozarts persönlichem Besitz für diese Tournee anvertraute, ist keineswegs selbstverständlich. Dieses Vertrauen machte eine unmittelbare Begegnung der jungen Musikerinnen und Musiker mit Mozarts Klangwelt möglich und war ein großes Privileg.

Ein besonderer Dank gilt den Hauptsponsorinnen Dorothee Volpini de Maestri und Karin Rehn-Kaufmann. Ihr persönliches Engagement und ihr Vertrauen in die jungen Musikerinnen und Musiker haben wesentlich dazu beigetragen, dass die außergewöhnliche Tournee, die Reise der historischen Mozart-Violinen und die internationalen Begegnungen realisiert werden konnten. Ebenso dankt das Ensemble den Rotary Clubs, insbesondere dem RC Salzburg Altstadt, dem Rotary Club Roma International, dem Rotary Club Roma Sud und dem Rotary Distrikt 1920.

Die Bella-Musica-Tournee 2026 zeigte eindrucksvoll, dass Mozarts kulturelle Erbe nicht der Vergangenheit gehört. Sie spricht zu unserer Gegenwart und erinnert uns daran, was Europa zusammenhält: Offenheit, Bildung, kulturelles Erbe, gegenseitiger Respekt und der Wille zum Frieden. In einer Welt internationaler Krisen wurde Bella Musica zu einem sichtbaren und hörbaren Zeichen gelebter europäischer Verständigung. Die jungen Musikerinnen und Musiker sind damit nicht nur Botschafterinnen und Botschafter Mozarts, sondern auch Botschafter einer Zukunft, in der Musik Menschen verbindet und Frieden möglich macht.

Fotos © Stiftung Mozarteum